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Madagaskars Supereier der XXLGröße würden
jeden Osterhasen vor Probleme stellen. Das über 30
Zentimeter lange elfenbeinfarbige Ei des
Elefantenvogels wiegt so viel wie rund 190
Hühnereier. Es ist doppelt so lang und hat sieben Mal
so viel Inhalt wie ein heutiges Straussenei. «Das gab
sicher ein SuperOmelett», scherzen heute Betrachter
des größten Eis der Welt, wenn sie im
Museum des BotanischZoologischen Gartens Tsimbazaza
in der Hauptstadt Antananarivo das Skelett eines
Elefantenvogels mit einem Originalei bestaunen.
Er lebte einst auf der fernen Gewürzinsel vor Afrikas Südostküste. Um den auch Elefantenfußstrauß genannten Vogel mit dem wissenschaftlichen Namen Aepyornis maximus oder Aepyornis titan ranken sich viele phantasievolle SeefahrerLegenden. Der aus Sindbads Abenteuern und Marco Polos Reiseberichten bekannte «Vogel Rock», der in den Sagen aus der Luft herab geschwungen kam und selbst Elefanten weggetragen haben soll, war jedoch schon beim Eintreffen der ersten Europäer um 1500 nach Christi Geburt ausgestorben. Die Vernichtung des Lebensraumes durch extensive Brandrodung und die Jagd durch die Ureinwohner scheinen Gründen für die Ausrottung des flugunfähigen Giganten der Vogelwelt zu sein. Der Riesenlaufvogel, der seit dem Ende des Tertiärs in der Heimat von Pfeffer und Vanille lebte und von dem es mindestens noch drei weitere, allerdings kleinere Arten gegeben haben soll, kam auf eine Höhe von bis zu drei Metern. Sein Lebendgewicht wird auf rund eine halbe Tonne geschätzt. Von einem solchen Goliath konnte auch ein besonders großes Ei erwartet werden. Das allererste Fossil dieses Vertreters der ausgestorbenen Familie der Laufvögel in Madagaskar wurde vom französischen Forscher Alfred Grandidier entdeckt. Wegen der dicken, porzellanartigen Schale waren die AepyornisEier so fest, dass auch heute noch zahlreiche Bruchstücke gefunden werden. Vor allem nach starken Regenfällen im Süden und Südwesten des Eilandes, wenn dort die Erde ausgewaschen wird, tauchen Relikte des Urvogels auf. Und auf Märkten in diesem Teil des Landes, in dem es übrigens keine Hasen gibt, öffnen Madagassen vor Ausländern nicht selten geheimnisvoll eine Tasche mit einem kompletten Ei. Sie haben es entweder so gefunden oder die Schalen wie ein Puzzle zu einem Ganzen zusammengefügt. Inzwischen gibt es auch Nachbildungen, die auf den ersten Blick von Originalen kaum zu unterscheiden sind. Der Aepyornis ist wohl der größte Vogel, der je auf Erden gelebt hat. Im Vergleich zu den mächtigsten Dinosauriern, die leicht das Hundertfache an Gewicht also 50 Tonnen erreicht haben, sind 500 Kilogramm allerdings nicht viel. Doch die DinosaurierEier, von denen ebenfalls immer wieder welche gefunden werden, sind wesentlich kleiner als jene des Supervogels. Solche von Riesensauriern sind rundlich und hatten einen Inhalt von maximal vier Litern, bei einem Höchstdurchmesser von lediglich 25 Zentimetern. |
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