|
Liebe Leserin und Leser! Während Sie diese Ausgabe in Händen halten, bin ich bereits einige tausend Kilometer weiter südlich Richtung Afrika unterwegs. Nach gut 20-jähriger journalistischer Tätigkeit in der Kirner Lokalredaktion der Allgemeinen Zeitung, deren Leitung ich seit dem Ausscheiden von Gerd Anton inne hatte, habe ich mich aus verschiedenen Gründen entschlossen, beruflich etwas ganz Neues anzufangen, auch wenn damit ein gewisses Wagnis verbunden ist.
Die Weichen hierzu wurden bereits vor vielen Jahren gestellt. Reisefieber und Fernweh waren neben der bodenständigen Tätigkeit in Stadt und Land Kirn, die durchgehend sehr viel Freude gemacht hat, meine ständigen Begleiter. Seit der ersten mehrwöchigen Tour durch Australien (es folgten Tansania, Indien, Nepal, Ceylon, Brasilien, Alaska und viele weitere schöne Ziele) war das Interesse an fernen Ländern und vor allem an der oft einzigartigen Pflanzen- und Tierwelt geweckt. Reportagen über das rheinland-pfälzische Partnerland Ruanda, vom Robbenschlachten auf den fernen Pribiloffinseln, den lachsfangenden Grizzlybären in Alaska, den seltenen Lemuren (Halbaffen) auf Madagaskar oder den Wanderungen riesiger Tierherden in Tansania sorgten für Abwechslung im Alltag des Lokaljournalisten Klaus Heimer. Gemeinsam mit dem vor wenigen Monaten viel zu früh verstorbenen Kollegen Gerd Anton ist es uns im harten Wettbewerb zweier Lokalzeitungen gelungen, durch beständige und auf Aktualität bedachte Arbeit, die sehr oft den Einsatz bis in die späten Abendstunden erforderlich machte, die Auflage in Stadt und Land Kirn stetig zu steigern. Die AZ ist die Nummer 1, wird von immer mehr Bürgern gelesen und natürlich auch als Werbepartner sehr geschätzt. Trotz der künftigen großen Entfernungen von rund 8000 Kilometern wird der Kontakt zu guten Freunden an der Nahe sicher nicht abreißen. Die heutige Technik ermöglicht die Weitergabe von Informationen in Sekundenschnelle auch aus entferntesten Winkeln. Tropischer Regenwald und Wüste sind Kontraste, die seit über 20 Jahren ihre großen Reize auf mich ausüben. Vielen Menschen habe ich bei Dia-Vorträgen die Schönheiten und auch Probleme rund um den Globus ins Haus gebracht. Klar, dass Fotoapparat und Schreibzeug auch künftig zu meiner Standardausrüstung gehören werden, wobei dann allerdings der enorme Zeitdruck, bis zu einem festgesetzten Termin etwas abliefern zu müssen, entfällt. Ein herzliches Dankeschön gilt von dieser Stelle den zuverlässigen redaktionellen Mitarbeitern der Kirner Redaktion, den Schulen, Kindergärten, Seelsorgern, Vereinsvertretern, Feuerwehren, Verwaltungen, Ortsbürgermeistern, der Volkshochschule, um einige Beispiele zu nennen, für die über einen langen Zeitraum ausgezeichnete, faire und konstruktive Zusammenarbeit. Die AZ ist Wegbegleiter der Menschen in schönen Zeiten und auch bei traurigen Anlässen. Qualität und Aktualität werden von der Leserschaft besonders geschätzt. Mein größter Abschiedswunsch ist natürlich, dass Sie Ihrer Tageszeitung auch künftig die Treue halten. Die Redaktion ist auch "nach Heimer" erreichbar. Herzlichen Dank für die vie¬len guten Wünsche und Zeichen der Wertschätzung und Verbundenheit, die mich in den vergangenen Tagen erreicht und sehr erfreut haben. Alles Gute Ihnen allen! |
|