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Herforder Botschafter ist tot

Dr. Dieter Hubrtus Zeisler aus der westfälischen Stadt starb in Antananarivo wenige Tage vor seinem 60. Geburtstag

Von Klaus Heimer, Antananarivo



Nur wenige Wochen vor seinem 60. Geburtstag ist der deutsche Botschafter in Madagaskar, Dr. Dieter Hubertus Zeisler, in der Nacht zum vergangenen Montag vermutlich infolge eines Herzinfarktes in seiner Residenz "Villa Berlin" gestorben. Er hinterlässt Ehefrau Eva–Maria und zwei Töchter.

Dr. Zeisler wurde im westfälischen Herford geboren, machte 1965 sein Abitur und leistete bis 1968 Militärdienst. Von 1968 bis 1974 studierte er in München und Paris Rechtswissenschaften, Philosophie und Soziologie, machte 1974 beziehungsweise 1977 seine beiden juristischen Staatsexamen in München und Berlin, denen 1978 der Doktor der Philosophie an der Universität München folgte. Ein Jahr später bestand er die Prüfung für den Höheren Diplomatischen Dienst im Auswärtigen Amt in Bonn und war dann bis 1982 Konsul in Leningrad. Es folgten gut drei Jahre als persönlicher Referent des Staatsministers im Auswärtigen Amt, bevor er 1985 und 1986 an die Universität Harvard (USA) wechselte. Die weiteren beruflichen Stationen: 1986 bis 1989 Stellvertretender Leiter im Büro der Staatssekretäre im Auswärtigen Amt, 1989 bis 1992 Botschafter in Costa Rica, 1992 bis 1995 Ständiger Vertreter des deutschen Botschafters in Kairo, 1996 bis 2000 Leiter des Referats für öffentlichkeitsarbeit im Auswärtigen Amt Bonn, 2000 bis 2003 Generalkonsul im brasilianischen Sao Paulo und seit Juli 2003 Botschafter in Madagaskars Hauptstadt Antananarivo.

Herausragendes Ereignis seiner Amtszeit auf der viertgrößten Insel der Welt, die im Sommer turnusmäßig abgelaufen wäre, war der Besuch des deutschen Bundespräsidenten Horst Köhler vom 6. bis 9. April 2006 in Antananarivo und Majunga.





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