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Der Bad Hersfelder "Bub" Wolfgang Moser ist nicht nur ein guter Botschafter der Bundesrepublik Deutschland sondern auch seiner Heimatstadt, in der er am 27. Mai 1948 das Licht der Welt erblickte. Gerade wurde der 58Jährige auf der fernen Tropeninsel Madagaskar, die nach dem amerikanischen Animationsfilm ihren Bekanntheitsgrad erheblich steigern konnte, als bisher 14. Botschafter seines Heimatlandes seit 1960 von Staatspräsident Marc Ravalomanana empfangen.
Die recht lebendige Presselandschaft in der Heimat von Pfeffer und Vanille nahm regen Anteil an diesem Anlass, zumal "Made in Germany" auf der auch nach der Unabhängigkeit vor 46 Jahren immer noch französisch orientierten Insel hohes Ansehen genießt. In den Medien wurde natürlich herausgestellt, wo der weit gereiste Diplomat geboren wurde: In Bad Hersfeld. Die Festspielstadt ist durchaus auf der vor der Südostküste Afrikas gelegenen viertgrößten Insel der Welt bekannt, da es dort immerhin rund 13.000 Madagassen geben soll, die im Gymnasium, im GoetheZentrum oder auch an der Universität der Hauptstadt Antananarivo Deutsch gelernt haben bzw. noch diese Fremdsprache studieren und sich auch per Internet über ihr Traumland informieren. Dr. Wolfgang Moser trat die Nachfolge des Ende April verstorbenen Dr. DieterHubertus Zeisler an. Er ist für Madagaskar, wo rund 300 Deutsche leben und arbeiten, für die Komoren und Mauritius zuständig. Bei seinem Antrittsbesuch beim überaus deutschfreundlichen Staatschef überbrachte Dr. Moser diesem auch eine Einladung von Bundespräsident Horst Köhler, der im April 2006 Madagaskar, Mosambik und Botswana bereiste, zu seinem dann nach 2003 bereits zweiten Staatsbesuch im April 2007 in Deutschland. Der dreifache Familienvater Dr. Moser machte 1968 in Bremen sein Abitur, beendete seine Militärzeit im Rang eines Offiziers der Reserve, bevor er in Hamburg und Singapur Sinologie, Soziologie sowie Wirtschaftsgeografie studierte und 1977 in Hamburg seinen Doktortitel erhielt. 1980 folgte der erfolgreiche Abschluss an der Diplomatenschule des Auswärtigen Amtes. Seitdem mussten des öfteren die Koffer gepackt werden: Von 1981 bis 1983 war Moser Zweiter Sekretär der deutschen Botschaft in Peking, danach bis 1986 Erster Sekretär im Bonner Auswärtigen Amt, bis 1989 in der Botschaft auf Zypern, bis 1992 in der Elfenbeinküste, bis 1994 Botschafter im Königreich Lesotho, bis 1997 wieder in leitender Funktion beim Außenministerium, von 1997 bis 2000 Generalkonsul in Houston/USA, anschließend bis 2003 in Marseille und dann von 2003 bis Juli 2006 erneut im Auswärtigen Amt als Leiter der Bibliothek und Informationsvermittlung. Der Bad Hersfelder Dr. Moser, der an der Fortentwicklung seiner Geburtsstadt nach wie vor Anteil nimmt und diese auch im Ausland nicht aus den Augen verloren hat, ist verheiratet und hat mit der aus Südfrankreich stammenden Ehefrau Michéle zwei Töchter und einen Sohn. Caroline (25) arbeitet in London an der Entwicklung von Schokoriegeln, Philip (23) ist Koch in einem Hotel im schweizerischen Interlaken und die 16jährige Natalie wird nun das französische Gymnasium in Madagaskar besuchen. |
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