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Madasoleil: Mit Hilfe der Sonne kann viel bewegt werden
Elfi Littmann–Kaba aus Karlsruhe reist mit dem Sonnen–Mobil durch Madagaskar / Sprachenstudium in Germersheim
Von Klaus Heimer, Antananarivo
Wenn die Karlsruherin Elfi Littmann–Kaba mit ihrem „Sonnen–Mobil“ in kleinen Ortschaften im Nordwesten der Tropeninsel Madagaskar auftaucht und eindrucksvoll die verschiedenen Möglichkeiten aufzeigt, die im überfluss vorhandene Solarenergie im Alltag zu nutzen, dann glauben viele Bewohner zunächst an geheimnisvolle magische Zauberkräfte. In der Heimat von Pfeffer und Vanille wird in über 80 Prozent aller Haushalte der Reis noch mit Hilfe von Holzkohle gekocht. Die Folgen sind allerorts sichtbar: Die letzten Wälder lösen sich buchstäblich in Rauch auf, sintflutartige Regenfälle und Erosion besorgen den Rest. Nur halbherzig beschäftigen sich die politisch Verantwortlichen mit dem Thema „Alternative Energien“. Sonnenenergie ist jedoch in weiten Teilen der Insel nahezu im überfluss vorhanden, wird aber viel zu wenig genutzt. Dem will die engagierte Deutsche abhelfen.
Elfi Littmann–Kaba, die ursprünglich im pfälzischen Germersheim angewandte Sprachwissenschaften (Französisch und Englisch) studiert hat und eigentlich Diplom–übersetzerin mit den Spezialgebieten Wirtschaft und Technik ist, hat den Sprung gewagt, ist ausgewandert und hat in Mahajanga, der Stadt der Blumen, ihr eigenes kleines Unternehmen mit dem Namen „Madasoleil“ gegründet. „Ich habe viel von dem verwirklichen können, was mir in Deutschland nicht möglich war“, wird positive Zwischenbilanz gezogen. „Ich hatte schon immer davon geträumt, in einem afrikanischen Land eine Solarfirma aufzubauen.“ Sechs Jahre lang habe sie sich informiert. „In Deutschland konnte ich meine eigentlichen Stärken, Flexibilität und Pionierarbeit leisten, nicht einsetzen.“ Bei der Suche nach ihrer persönlichen Trauminsel stieß sie im Internet auf Madagaskar. „Ich habe mein Wohnzimmer einige Monate untervermietet und bin im November 2002 einfach runter geflogen. In die Stadt Mahajanga habe ich mich sofort verliebt. Hier gibt es viel Sonne, Blumen, Meer und freundliche Menschen“, schwärmt die begeisterte Hobbyseglerin.
Noch einmal ging es für kurze Zeit in die deutsche Heimat zurück, „doch im März 2003 stand für mich dann felsenfest, dass ich endgültig die Mücke machen werde“. Die Wohnung wurde vermietet, die private Rentenversicherung verkauft und seit Februar 2004 ist Madagaskar nun Heimat von Elfi Littmann–Kaba. In der beschaulichen Hafenstadt im Nordwesten hat sie ein Haus mit einem Solarsystem als Referenzobjekt ausgestattet. Bis die in Deutschland georderten Gerätschaften in Madagaskar ankamen, dauerte seine Zeit: Fünf Monate. „Ein reiner Nervenkrieg.“
Madagassische Kunsthandwerker, die in filigraner Handarbeit attraktive Miniaturflugzeuge aus Holz oder auch Blechdosen herstellen, haben dank der ideenreichen Neubürgerin einen zusätzlichen Erwerbszweig erhalten. Elfi Littmann–Kabas Techniker stattet sie mit winzigen Solarmodulen für die Oberseite aus, deren Energie per Kabel zu einem Minimotor geleitet wird, so dass sich der Propeller wie von Geisterhand in Bewegung setzt, sobald ein Sonnenstrahl auf das Modul fällt. „Ein schönes Geschenk nicht nur für Kinder“, findet die Entdeckerin, die nun die Produktion steigern möchte, was angesichts der „langsam langsam“–Mentalität mehr Zeit benötigt als vorgesehen. Wenn ihr Sonnen–Mobil über Land fährt, ist die Bevölkerung Feuer und Flamme für die Möglichkeiten vor allem des Kochens mit der Kraft der Sonne. Abseits der großen Städte erfolgt die Kommunikation über batteriebetriebene Radios. Auch diese können mit der Sonnenenergie tagsüber ohne Batterien betrieben werden, demonstrieren Elfi Littmann–Kaba und ihr Team. Da sich die Suche nach einem qualifizierten Techniker als schwierig erwies, finanziert sie ihrem technisch begabten Hausangestellten eine Ausbildung zum Elektriker. Dieser übernimmt nun die Aufgabe, seine Landsleute zu motivieren, sich die neue Technik auch bei der Nutzung von Wasserpumpen oder tragbaren Lampen zunutze zu machen. In Mahajanga betreut die Karlsruherin seit einiger Zeit eine Gruppe von sieben Frauen aus sehr armen Verhältnissen, die bei „Madasoleil“ das solare Kochen selbst erlernten und die Produkte (Marmelade, Fleischtaschen etc.) nun auf Märkten verkaufen.
Das Standbein Solarenergie reiche nicht aus, um sich über Wasser zu halten, weiß die Geschäftsfrau, die noch übersetzungsaufträge annimmt und sich zudem auf Videodokumentationen im Umweltbereich (über Buschfeuer, Holzkohleherstellung, Abholzung, Produktion von Biodiesel etc.) spezialisiert hat. Einen touristischen Film über die Stadt Mahajanga, die eher durch Schläfrigkeit als durch innovatives Engagement von sich reden macht, will die Deutsche ebenfalls noch drehen, die an der örtlichen Journalistenschule einen Lehrauftrag angenommen hat.
Elfi Littmann–Kaba aus dem Dorf Rheinstetten–Neuburgweier hat am Karlsruher Fichte–Gymnasium das Abitur gemacht, im Rahmen des Studiums zwei Semester in Paris zugebracht, nach dem erfolgreichen Abschluss zunächst beim Bundessprachenamt in Hürth bei Köln gearbeitet und Bedienungsanleitungen für Torpedos oder U–Boote übersetzt. „Das kann nicht alles sein“, sagte sich die technisch interessierte junge Frau und wechselte nach einigen Jahren als übersetzerin in die freie Wirtschaft, arbeitete unter anderem für einen Japaner als Marketing–Sekretärin bei Konferenzen. Sie erwarb sich Fachkenntnisse im Bereich professionelle Videoschnittsysteme und präsentierte diese auf internationalen Messen. Von Köln ging es an die Waterkant, „da ich unbedingt mehr segeln wollte“. Elfi Littmann–Kaba übte weiterhin den Beruf der Produktmanagerin aus. „Ich bin durch die Welt getigert, bis ich morgens aufgewacht bin und nicht mehr wusste, in welcher Stadt ich gerade war.“ Es folgte ein Job als Video–Cutterin und dann der Schritt in die Selbstständigkeit mit den Firmenschwerpunkten Mediengestalterausbildung, Messepräsentation und übersetzungen. "Am Anfang lief es Klasse und ich investierte in ein Videoproduktionssystem, aber irgendwann gab es kaum noch Aufträge. Es folgten zwei harte Jahre, die Rücklagen schrumpften, die konjunkturellen Voraussagen waren eher pessimistisch – da bin ich dann ausgewandert."
„Neue Käferart auf Madagaskar entdeckt“
„Mahafaly“: Der ehemalige Berliner Uwe Marschall unterstützt von der kleinen Insel Usedom arme Familien auf der großen Insel Madagaskar, die aus Müll Blechkunstgegenstände herstellen
Von Klaus Heimer, Antananarivo
„Neue Käferart auf Madagaskar entdeckt!“ – Eigentlich gehöre eine solche Nachricht ja auf eine Seite Natur und Wissenschaft“, meint der 45–jährige Berliner Uwe Marschall augenzwinkernd. Er hat diese Meldung in seinen Prospekten bundesweit verbreiten lassen. Gemeint sind jedoch nicht Krabbel– oder Flugtiere, sondern Modelle des berühmten VW „Käfer“, die in etlichen künstlerischen Varianten in Madagaskar hergestellt werden. Allerdings nicht auf herkömmlichem Wege durch Spritzgussautomaten sondern in unikater Handarbeit aus alten Dosen .
Marschall ist seit weit über zehn Jahren mit dem vor der Südostküste Afrikas gelegenen Eiland eng verbunden und exportiert seit 1998 Kunst aus Müll nach Deutschland. Seit Jahrzehnten läuft in den verwinkelten Strassen der Hauptstadt Antananarivo bereits die Produktion des idealen öko–Autos in Miniaturformat. Unabhängig von global operierenden Konzernen montieren hier pfiffige Konstrukteure bunte Recycling–Mobile.
Die Straßenkinder Madagaskars bauen sich mangels Taschengeld und schenkender Eltern ihr Spielzeug aus Restmaterial und Dosen selbst. In den weit verzweigten Slumvierteln Tanas gibt es seit der Kolonialzeit kleine Manufakturen, welche sich auf die Fertigung von Spielzeug aus Müll für den einheimischen Markt spezialisiert hatten. Jahrzehntelang waren diese Familienbetriebe somit die „MäRKLINS“ von Madagaskar. Durch die politische öffnung Madagaskars und der damit verbundenen Importe von Plastikspielzeug brach der Verkauf von handgemachten Automodellen ein und die Produzenten verarmten oder konzentrierten sich auf andere Bereiche der Feinblechnerei wie Gebrauchsgegenstände und Reparaturen.
Fasziniert vom Geschick der jungen Konstrukteure und der einheimischen Handwerker, entwickelte Uwe Marschall im Rahmen seiner sechsjährigen Tätigkeit als Entwicklungshelfer im Berliner Verein „Zaza Faly“ (=„Zufriedenes Kind“) mit den oft am Existenzminimum lebenden Menschen ein Fair–Handels–Konzept für die Vermarktung der Recycling–Kunst. Dabei verknüpfte er die Idee der Straßenkinder, originale Werbedosen zu benutzen, mit der handwerklichen Erfahrung der Blechmanufakturen. Mit Hilfe eines madagassischen Jungunternehmers, welcher heute den Export abwickelt, wurde ein Logistik– und Kommunikationskonzept entwickelt, an welchem es bei den meisten Produzenten völlig mangelte. Einheitliche faire Preise, über dem Niveau des üblichen Marktpreises, zinslose Kredite und feste Abnahmeverträge gehören ebenso zum Konzept wie ein motivierendes Prämiensystem oder Familienhilfe. Für allzu verrostete, verspätete oder mal hingepfuschte Auftragsabwicklung gibt es akzeptierte Strafregeln.
„Ich kenne alle Produzenten persönlich und helfe ihnen zum Beispiel je nach Situation mit Werkzeugen und Schulgeld oder finanziere auch mal die Reparatur undichter Dächer, die Installation energiesparender Beleuchtung sowie weitere Maßnahmen, die der Verbesserung der Lebensbedingungen dienen.“ Vom deutschen Welt–Laden–Verband wurde seine kleine Firma ab 2001 als „Fair Handels“–Partner zertifiziert ( www.weltlaeden.de ).
über 20 Familien mit rund 120 Personen haben dank seines Engagements ein Auskommen gefunden. Einmal im Jahr werden sie in Madagaskar besucht, auch, um stets aufs Neue darauf zu drängen, Qualitätsarbeit zu liefern. Auch in der klitzekleinen Werkstatt von Celestin Rakotaravaka wird Marschall herzlich in den Kreis der Familie aufgenommen. Celestin ist Spezialist für kleine Fahrzeugmodelle und seit 16 Jahren im Metier. Dank der regelmäßigen Aufträge aus Deutschland kann er seine drei Kinder in die Schule schicken, „damit sie es später einmal besser haben“. Der älteste tritt aber bereits in die Fußstapfen des Vaters und entwickelt eigene Ideen beim Bau der Autos unterschiedlicher Marken.
Die Madagassen legen bei der Suche nach dem Rohstoff Blech viel Erfindungsreichtum an den Tag. Marschall: „Es gibt ein weit verzweigtes Sammel–Netz, um an Dosen aller Art heranzukommen.“ Der Anfang der Verwertungskette bilden die Müllmenschen (welche übrigens auch von „Zaza Faly“ betreut werden), die das Arbeitsmaterial aus dem Abfall klauben, reinigen und dann auf Märkten verkaufen. Andere klappern Hotels und Restaurants ab und auch am Flughafen stehen etliche Menschen, wenn Maschinen landen und ihren Müll entsorgen, in dem stets jede Menge Getränkebüchsen zu finden sind. Die bereits gesäuberten und flachgelegten Dosen werden dann an die Produzenten verkauft, welche den Hauptteil der Verwandlung vollenden.
Eins–Welt–Läden, Museumsshops, Galerien oder auch Automobil– bzw. Getränkekonzerne sind die Hauptabnehmer. Sogar für New Yorker Galerien hat Marschall einen Abnehmer. Die meisten Modelle – über 100 hat der Berliner im Angebot – sind gebogen und gelötet, manche auch aufwendig handgenietet und gefalzt. Der französische Einfluss, auch auf die Automodelle in Madagaskar, ist unübersehbar. Die „Ente“, ein äußerst beliebtes Bastelstück, gibt es in vielen Versionen. Der Mercedes 230 SL wird ebenso mit viel Liebe zum Detail nachgebaut wie Vertreter der A–Klasse oder das bekannte Buschtaxi. Der robuste Wüstentruck mit Schnauze ist als Bierdosentanker erhältlich. Der Peugeot 405 und 504 schaukelt Touristen, volle Reissäcke, gackernde Hühner und singende Einheimische durchs Land.
Der inzwischen auf der kleinen Ostsee–Insel Usedom lebende Uwe Marschall: „Alltäglich im madagassischen Straßenbild, deshalb auch bei uns Pflicht, der Renault R4.“ Der Trabant 601 bekannt auch als „Pappe“ entsteht 8000 Kilometer von seiner Ursprungsproduktionsstätte entfernt ausschließlich aus Blech für „Mahafaly“ in neuem Design und mit Seriennummer für Sammler. Aus Duftverbesserer–Sprays, Möbelpolitur oder Haarspray gefällig – völlig flippig, z.B. der VW Bus Bully. Bei diesen Vertretern aus Blech gibt es den Käfer sogar mit Käferaufdruck auf der Motorhaube, gelötet aus einer Insektenspraydose. Auch Motorräder in verschiedenen Ausführungen, so ein Cola–Trike oder der Orangensaft–Chopper erfrischen die Verkaufsregale. Die Vespa–Motorroller gibt es in drei bunten Familiengrössen. Traktoren fahren als Deo–Dose, aber auch mit Hänger.
Sondermodelle mit beweglichen Teilen und solche mit Anbauten sind der Clou der Kollektion, vorrangig Oldtimer und Klassiker des Jahrhunderts werden mit aufwändigen Anbauten wie öffnenden Türen, Klappen und Armaturen versehen. Zunehmend werden über Messeauftritte von „Mahafaly“ Kontakte zu Werbeagenturen geknüpft. Diese ordern dann unikate Kundengeschenke oder auch mal supergroße Repräsentationsmodelle, wie kürzlich eine 2 m lange „Queen Mary“. Nach Vorlagen von technischen Zeichnungen, Spritzgussmodellen oder auch mal nur simplen Kalenderblättern können die Mahafaly–Produzenten ohne teure Maschinen–Einrichtungskosten Kleinserien ab 5 Stück realisieren. „So hat der maschinenlose Produktionsprozess nicht nur den Vorteil, viele Menschen zu ernähren, sondern auch den der Flexibilität bei gleichzeitiger künstlerischer Originalität.“
„Oftmals müssen die Hersteller einfach nur in Madagaskar auf die Strasse gehen. Dort fahren die meisten der Oldtimer noch und mit der Schablone im Kopf wird in der Werkstatt durch Kreativität und unendlicher Geduld eine neue „Käferart“ entwickelt.“
Vielfältige Auswahl im Internetshop, umfangreiche Informationen und Kontaktdaten unter: www.mahafaly.de oder www.blechmodelle.de, Uwe Marschall, Sandbergstr. 3, D–17429 Balm – Insel Usedom, Tel: 038379–22768, Fax: 038379–22769
Mainzer Akademie blüht nun in Madagaskar
Wer sich in die Regenwälder Madagaskars begibt, wird mit Glück eine Pflanze finden, die nach der Mainzer Akademie der Wissenschaften und der Literatur benannt wurde: „Impatiens academiae–moguntiae“.
Die Pflanze gehört zur Gruppe der schönen Springkräuter der Gattung Impatiens, die in einer großen Artenvielfalt in Madagaskar vorkommt. Dort, in den Bergwäldern des Parc National de Masoala, wächst dieses erste weltweit überhaupt bekannt kletternde und noch dazu auf Bäumen wachsende weiß blühende Impatiens in einer Höhe von 1000 Metern.
Ihr Entdecker, Prof. Dr. Eberhard Fischer, hat sie im Jahre 2008 nach der Akademie benannt, in Dankbarkeit für deren Unterstützung seiner langjährigen Forschungen über die Biodiversität bei Impatiens. Und so funkelt nun die Mainzer Akademie am Sternenhimmel des Linné'schen Systems für immer und ewig in den Regenwäldern Madagaskars mit einem kleinen, nach ihr benannten Planeten.
Die Akademie der Wissenschaften und der Literatur in Mainz unterstützt seit vielen Jahren das Langzeitprojekt „Biodiversität im Wandel“. Die global orientierten Arbeiten konzentrieren sich letztlich auf die extrem artenreichen Gebiete der Erde, vor allem die Tropen. Schon seit langem steht Madagaskar im Zentrum des Interesses: ein globaler Hotspot mit einem unglaublichen Artenreichtum, der hochgradig bedroht ist. In dieses Projekt ist der Entdecker der Impatiens academiae–moguntiae intensiv eingebunden. Eines seiner Spezialgebiete sind die unerwartet artenreichen Springkräuter der Gattung Impatiens auf Madagaskar. Prof. Dr. Eberhard Fischer hat im Rahmen des Projektes bereits eine große Anzahl neuer Arten entdeckt und beschrieben.
Die Arbeitsstelle des Projekts „Biodiversität im Wandel“ unter der Leitung von Prof. Dr. Wilhelm Barthlott ist angesiedelt am Nees–Institut für Biodiversität der Pflanzen an der Rheinischen Friedrich–Wilhelms–Universität Bonn. Weitere Informationen: http://www.nees.uni–bonn.de Nees–Institut für Biodiversität der Pflanzen, Bonn http://www.adwmainz.de Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz.
„Manambina“: Wir liegen auf Madagaskar und haben Spießbraten an Bord
Das Restaurant in Antsirabe hat deutsche Gerichte auf der Speisekarte / Hettenrodter Dieter Heiderich ist dort zu Hause
Von Klaus Heimer, Antananarivo
„Idar–Obersteiner Spießbraten mit Nudeln oder Kartoffeln.“ Wer dieses Gericht auf einer Speisekarte findet, braucht sich eigentlich nicht darüber zu wundern. Denn die deftige Spezialität aus der Schmuck– und Edelsteinmetropole an der Nahe ist weit über die Region hinaus bekannt und geschätzt. Anders ist das auf der fernen Tropeninsel Madagaskar: Dort versetzt das Gericht Touristen aus dem deutschsprachigen Raum nicht selten in Erstaunen. Doch das Geheimnis ist schnell gelüftet.
Den aus der Gemeinde Hettenrodt bei Idar–Oberstein stammenden Edelsteinfachmann Dieter Heiderich (70) hat es vor rund 20 Jahren beruflich erstmals auf die viertgrößte Insel der Welt verschlagen. 1998 eröffnete er mit Lebensgefährtin Liliane Harilalao in Antsirabe, 168 Kilometer südlich der Hauptstadt Antananarivo, das Restaurant „Manambina“. Seitdem wurden dort auch etliche Botschafter und Minister bewirtet. Antsirabe ist das Zentrum edler Steine in Madagaskar und hat damit eine ähnliche Bedeutung wie das deutsche Idar–Oberstein. Köchin Liliane Harilalao hat in einem örtlichen Hotel und Restaurant ihren Beruf von der Pike auf gelernt. Bei ihr kann der Gast in gemütlicher Atmosphäre aus madagassischen, französischen, chinesischen, deutschen und vegetarischen Gerichten auswählen. Kuchen wie bei Muttern in Deutschland rundet die abwechslungsreiche Speisekarte ab.
Fünf Mitarbeiter sorgen für das leibliche Wohl der internationalen Gästeschar. In den kalten Wintermonaten, wenn im Hochland die Abendtemperaturen nahe an den Gefrierpunkt heranreichen, verbreitet flackerndes Holzfeuer im Kamin wohlige Wärme.
Liliane Harilalao war bereits mehrfach in Idar–Oberstein und hat sich dort auch ihre guten Sprachkenntnisse angeeignet. „Wir reden auch Deutsch“, verkündet ein großes Schild im Eingangsbereich des Speiselokals, dem ein Gästehaus mit 4 Zimmern angegliedert ist. Im Laufe der Jahre sind schon einige Besucher aus der Heiderichs Heimat begrüßt und bewirtet worden – auch Berufskollegen aus Idar–Oberstein, die auf der Suche nach Turmalinen, Saphiren, Rosenquarz oder anderen Steinen in der Heimat von Pfeffer und Vanille fündig werden. Dienstältester Fachmann ist übrigens Hugo Thees aus Idar–Oberstein, der sich im Herzen der Insel, in der Stadt Ihosy, vor Jahrzehnten angesiedelt hat und die Minen besser als seine Westentasche kennt.
Dieter Heiderich, inzwischen Ruheständler, hat zeitlebens in der Edelsteinbranche gearbeitet. Auf der Suche nach guter Ware hat er bei Reisen in entlegene Regionen Madagaskars viele Entbehrungen auf sich genommen und „oft von ölsardinen und altem Brot gelebt“. Heute lässt er es ruhig angehen. Doch wenn ihm interessante Stücke angeboten werden, dann leuchten die Augen „wie in alten Tagen“.
„Ich kann es nicht ganz lassen, kaufe jedoch nur noch Steine, die mir gefallen, für meine eigene private Sammlung.“ Früher war Dieter Heiderich für seinen Turnverein viele Jahre am Ball. Im gesamten Naheraum wurde Handball gespielt, bis zum 41. Lebensjahr gehörte er der ersten Mannschaft des TV Hettenrodt an. Heute halten den 70–Jährigen, der nur noch selten im heimischen Hettenrodt anzutreffen ist, vier Hunde unterschiedlicher Rassen und die Schildkröte namens „Felix“ auf Trab.
“Ich habe viel Glück“, bekennt Liliane Harilalao, die ihr Hobby, das Kochen, zum Beruf gemacht hat. „Glück“ ist auch die deutsche übersetzung für den Restaurant–Namen „Manambina“. Vor allem Rucksacktouristen, die auf eigene Faust die Insel erkunden wollen, schätzen die wertvollen Tipps des deutsch–madagassischen Paares, das gerne weiterhilft, wenn es um Hotelsuche oder Besichtigungsmöglichkeiten geht. Das hat sich herumgesprochen und auch in diesem Reiseführer wird für „Manambina“ und das angegliederte „Prima“–Guesthouse geworben.
Wer einen speziellen Wunsch, wie Spießbraten, an die Küche hat, der sollte tags zuvor anrufen (033 14 34920 oder 020 44 49302) und sich anmelden. Denn, und dies lässt sich Dieter Heiderich nicht nehmen, der Hausherr kauft das Fleisch persönlich beim Metzger und bereitet es nach einem alten Hausrezept auch für seine Gäste vor. Herzhafte Bratkartoffeln, knusprige Reibekuchen oder Schlachtplatten mit Sauerkraut sind ebenfalls erfüllbare kulinarische Wünsche. Montag ist übrigens Ruhetag im „Manambina“. Mail: rest.manambina@yahoo.fr
Fünf Jahre Masoala–Halle im Zoo Zürich
Vor fünf Jahren hat der Zoo im schweizerischen Zürich mit der Masoala–Halle sein bisher ehrgeizigstes Projekt realisiert. Der künstlich angelegte Regenwald ist zum Dschungel herangewachsen. Da braucht es auch elektronische Hilfen, um die übersicht nicht zu verlieren.
Tropische Pflanzen – bei der Eröffnung im Sommer 2003 noch in transportablen Grössen – sind zu Baumriesen herangewachsen. Palmen bilden ein grünes Dickicht, immer seltener verrät der Blick zum riesigen Glasdach, dass man sich in einer Halle befindet. Dicke Bambusstämme ragen inzwischen bis zu 30 Meter in die Höhe.
Zoo–Direktor Alex Rübel und der für die Halle verantwortliche Kurator Martin Bauert informierten aus Anlass des fünfjährigen Bestehens über die Erfahrungen mit der Halle und dem Naturschutzprojekt auf der Mosambik vorgelagerten Tropeninsel Madagaskar – und hier ganz konkret der Masoala–Nationalpark im Nordosten. Die anfänglichen Klagen wegen der schlechten Sichtbarkeit der Tierwelt beim Gang durch die feuchtwarme Halle seien verstummt, sagte Bauert. Denn die Tiere hätten sich wacker vermehrt und die Zoobesucher gelernt, sich zu gedulden und mit den Augen auf die „Pirsch“ zu gehen.
Heute beherbergt die Halle nahezu 50 Tierarten, von Vögel über Echsen wie Geckos bis zu den Lemuren (Halbaffen) mit ihren Glupschaugen, die Madagaskar exklusiv besiedeln. Mehrere hundert Tiere und tausende seltener Insekten bevölkern die Halle, in der gerade gut 500 Pflanzenarten inventarisiert wurden. Da überrascht nicht, dass der Zoo mit Hilfe von Elektronik die übersicht nicht verlieren will. So wurden die grösseren Tierarten wie Lemuren oder Chamäleons mit Chips ausgerüstet, wie man sie von Hunden kennt. Das ermöglicht eine Ortung der Tiere für wissenschaftliche Projekte. Dank des Monitorings weiss der Zoo auch besser Bescheid über die Bestände.
Laut Zoo–Direktor Alex Rübel ist die Züricher Masoala–Halle eine Erfolgsgeschichte. Sie beschert dem Zoo jährlich rund eine Viertelmillion mehr Besucherinnen und Besucher. Der Rekord von 2007 lag bei 1,7 Millionen Personen.
"Jetzt huschen wir noch über die Baumwipfel..."
Flugerlebnis mit dem Buschpiloten Jakob Adolf in Madagaskar / Kürzeste Landebahn im Bereich des Indischen Ozeans
Von Klaus Heimer, Antananarivo
„Jetzt huschen wir noch über die Baumwipfel vor uns, dann setzen wir auf der mit knapp 410 Metern wohl kürzesten Landebahn im Bereich des Indischen Ozeans auf. Es wird etwas rucken, denn ich muss voll in die Bremsen steigen. Halte dich also gut fest.“ Seelenruhig kündigt der Hertener Buschpilot Jakob Adolf seinem deutschen Begleiter im engen Cockpit das bevorstehende Spektakel mitten in der Wildnis an. Doch es geht, wie bisher immer, alles gut. Die kleine Maschine, die unter Normalbedingungen maximal zehn Personen befördern kann, hat diesmal 320 Kilogramm Medikamente für das staatliche Krankenhaus in Marolambo, 155 Kilometer östlich der madagassischen Hauptstadt Antananarivo, geladen. „Mehr ist bei dieser Piste auf dem Bergkamm einfach nicht möglich. Wir haben hier per Schubkarre und mit Spaten über 8000 Kubikmeter Lehm bewegt, um sie anzulegen.“ Von einem umsichtigen Dorfbewohner werden insbesondere in der Regenzeit täglich Wasserrinnen und Löcher aufgefüllt. Sicherheit ist oberstes Gebot, denn bis zum nächsten Buschtaxi sind es für die hier lebenden Menschen immerhin drei Tagesmärsche. Die Bevölkerung im weiten Umkreis weiss die Leistung der Piloten der Missionsfluggesellschaft MAF zu schätzen, die eine schnelle Verbindung zur Außenwelt herstellen. Hier scheint das Leben still zu stehen, das Ende der Welt erreicht: Die katholische Gemeinde verfügt über den einzigen Traktor mit Anhänger, der jedoch nicht regelmäßig die strapaziöse Route Richtung Nationalstrasse fährt. Da bleibt nur der Luftweg, um Schulmaterial, Medikamente oder auch Patienten und gesunde Passagiere zu befördern. „Ich bin eigentlich immer in Bereitschaft“, erzählt Jakob Adolf während des 25–minütigen Hinfluges, während er die Armaturen und das Satellitennavigationssystem nicht aus den Augen lässt. Bis zu 200 Mal im Jahr werde diese Enklave angesteuert. Außer Adolf fliegt niemand die aus der Luft und ganz besonders aus der Nähe abenteuerlich aussehende Landebahn an. „Wenn wir nicht kommen, gibt es auch keine Post.“ Der 40–jährige Familienvater ist beileibe kein Draufgänger oder Tausendsassa. Erfahrung und Können sowie ein zuverlässiger, bestens gewarteter fliegender Untersatz stellen eine gute Einheit dar. Unsanfte Landungen sind Mensch und Maschine in Afrika gewöhnt. Auch diesmal erwartet den sympathischen Piloten wieder ein stattliches Empfangskomitee. In Sekundenschnelle wird die Maschine entladen. Kofferkulis, wie in der eigentlich recht nahen und doch so fernen Hauptstadt, gibt es natürlich keine. Die Kartons werden auf Schultern, per Schubkarre und in einem Einbaum befördert. Ein Fluss trennt Landezone und Stadt. überall wo Jakob auftaucht, wird er herzlich begrüßt. Seinen Wunsch, einige besonders hoch gewachsene Nadelbäume im Bereich der Einflugschneise zu fällen, kommt der junge Bürgermeister noch am selben Tag nach. Von der sonst im Land eher ausgeprägten Bürokratie keine Spur – welch ein Paradies!
Im Tower des Flughafens Ivato in Antananarivo kennt man die Maschine 5R–MKC und Jakob Adolf natürlich bestens, der seit rund zehn Jahren auf der Gewürzinsel tätig ist. Vorbei an der stattlichen Flotte von Air Madagascar, dem Präsidentenjet und der für alle Ewigkeiten auf den Boden verdammten antiken Flotte der flügellahmen einheimischen Luftwaffe steigt das weiße Flugzeug mit dem weltweiten Symbol von „Missionary Aviation Fellowship“ gen Himmel. Schnell ist die Reiseflughöhe von 9000 Fuß erreicht, ein Aufzug in einem Hochhaus könnte es nicht sanfter bewerkstelligen. Die Fluggeschwindigkeit liegt bei 350 Stundenkilometer. In luftiger Höhe wird dann schnell das ganze Dilemma der „blutenden Insel“ sichtbar. Nur an der Ostküste ist noch zusammenhängender Regenwald vorhanden. Doch von beiden Seiten knabbert die Bevölkerung vehement an dem natürlichen Schatz des einst dicht bewaldeten Eilandes. „Die Situation ist dramatisch“, betont Jakob Adolf. Die Wanderfeldbauern mit Brandrodungen und Holzkohleproduzenten nähern sich immer schneller den Gipfeln der Bergkette. Die Erosion hinterlässt nach Regenfällen „blutige“ Spuren. Die rote Erde wird weggeschwemmt, übrig bleibt nackter Fels. Lediglich einige Cumuluswolken muss der aus Neapel/Italien stammende Flieger an diesem Morgen durchstoßen. „Wir haben Glück, der Himmel über Marolambo ist frei, das kommt nur ganz selten vor.“ Kaum ein Lüftchen regt sich, das Thermometer steigt von 21 (Hauptstadt) auf stattliche 38 Grad Celsius. „Bei Rückenwind brauchen wir stets die gesamte Bahn. Die ist unser Schätzchen“, wird schmunzelnd angemerkt, während sich die Erde rasend schnell nähert.
Beim kurzen Spaziergang durch das Städtchen, in dem Sommerhitze und hohe Luftfeuchtigkeit schnelle Bewegungen verbieten, sinniert Jakob Adolf über seine Einsätze in Uganda. Dort wurden vor allem Flüchtlingslager mit Hilfsgütern aller Art versorgt. „Kurze Zeit später wurden diese überfallen, alles war vergebens.“ Dies sei in Madagaskar anders. „Auf dem doch recht langen Weg von der Landebahn zum Krankenhaus verschwindet keine einzige Tablette, keine Spritze...“ Die Menschen seien hier grundehrlich. „Sie wissen, dass es ohne uns kaum Hilfe gibt.“ Die Flugkosten seien relativ gering, wenn man die Alternativen bedenke. Daher nimmt der Deutsche auch das enge Cockpit gelassen hin. Adolf hofft, dass niemand auf die Idee kommt, eine Strasse durch den Regenwald zu bauen, zur Ostküste wäre sinnvoller. In Marolambo ist ein Funkgerät installiert, um den Wetterbericht abrufen oder Hilfe anfordern zu können. „Wir müssen immer zusehen, dass wir landen, nachdem sich der Morgennebel gelichtet hat und bevor der Wind kommt.“ Früher wurden die Medikamente auf der Strasse (angesichts des katastrophalen Zustandes der Piste müsste dieser Begriff eigentlich neu definiert werden) befördert. Regen und Hitze sorgten für Verluste, die nun ausgeschlossen seien. Jeweils vor dem ersten Flug am Tag wird im Cockpit gebetet. „Du hast doch nicht dagegen?“, wird der Passagier gefragt, bevor der Flieger auf die Luxusstartbahn der Hauptstadt rollt. Gerne würde Adolf, Mitglied der Hertener Hoffnungskirche, in der Nähe von Marolambo noch eine weitere Landebahn bauen, um den im Tiefland lebenden Madagassen die Gewaltmärsche zu ersparen, „aber man kommt dort einfach nicht hin. Wir müssten mit einem Hubschrauber rein.“
Mission Aviation Fellowship (MAF) wurde 1945 gegründet.
Piloten die gegen Ende des Zweiten Weltkrieges Flugzeuge in verschiedenen Erdteile stationierten, dachten sich: „Es muss etwas Besseres geben, was man mit diesen Maschinen machen kann”. MAF wurde gleichzeitig auf zwei Kontinenten gegründet. Einmal in den USA und auch in England. In beiden Fällen begegneten sich Missionare und Piloten. Obwohl MAF heute fast mit jeder Entwicklungshilfe Organisation und mit Kirchen zusammenarbeitet, waren es damals, den Umständen des 2. Weltkrieges entsprechend, nur Missionare, die in sehr entlegenen Gebieten Entwicklungshilfe leisteten.
Erst im Jahre 1988 wurde das MAF–Madagascar Programm gestartet. Entlegene Krankenhäuser mussten mit Material und Personal versorgt werden, und oft wurden besonders schwierige Fälle in die Hauptstadt Antananarivo gebracht.
Erst eine kleine 7–sitzige, 2–motorige Partenavia, dann nach etwa 6 Jahren die größere Variante mit Turbinenpropeller Triebwerken und 10 Sitzen. Mittlerweile stehen 2 einmotorige und buschtaugliche Cessna Caravans (14 Sitze und Turbinen Propeller mit über 600 PS) zur Verfügung.
MAF fliegt die größten Flugzeuge in die kürzesten und schwierigsten Landebahnen der Insel. 70% der Kosten hierfür werden von Privaten Spendern in Europa finanziert. Nicht weil Piloten und Passagiere die Herausforderung brauchen, sondern weil es oft die einzige Möglichkeit ist viele Orte in Madagaskar zu erreichen. An einigen Zielorten gibt es keine Strassen, keine Autos, manchmal noch nicht einmal Fahrräder oder Ochsenkarren, weil die Gegend so unwegsam ist. Dort sehen viele erst ein Flugzeug, bevor sie ein anderes Transportmittel zu Gesicht bekommen. Da das Fliegen sehr teuer ist, besteht auch keine Gefahr dass der Dienst der MAF als Luxus angesehen wird, denn jede Organisation prüft genau, ob die geplante Arbeit auch anders ausgeführt werden kann.
Im Schnitt baut MAF etwa 2 Landebahnen pro Jahr. Immer in entlegenen Gebieten, weitab von touristisch oder wirtschaftlich interessanten Gebieten. Dadurch können Entwicklungshilfe Organisationen anfangen in diesen Gebieten zu arbeiten und medizinische Versorgung wird möglich.
Manchmal kreuzen sich die Wege der Touristen und der Geschäftsleute an größeren Flugplätzen Madagaskars, die MAF Maschine ist jene, die aussieht wie ein Rallyewagen nach der Camel Trophy. Trotz einer weltweiten Flotte von über 130 Flugzeugen, in 30 Entwicklungsländern, die zu mehr Zielen fliegt als jede andere Organisation oder Airline der Welt, werden es vorläufig nur 2 Flugzeuge bleiben auf Madagaskar.
In Katastrophenfällen kann MAF über 4 Tonnen Hilfsgüter pro Tag transportieren. Mit einem Netzwerk von etwa 100 Partnern im Land leistet MAF einen erheblichen Teil der Entwicklungsarbeit.
Seit einigen Jahren ist MAF dabei, Luftkissenboote an der Westküste einzuführen. Dafür wurde HoverAid–Madagaskar gegründet. Eine eigenständige Organisation, die genauso wie die MAF Flugzeuge betreibt, mit Luftkissenbooten auf den flachen Flüssen der Westküste operiert. Diese transportieren vor allem medizinische Teams, von der nächsten Landebahn in entlegene Gebiete entlang der langen Flüsse.
Die Webseiten: www.maf–madagascar.org und www.HoverAid.com, Mail: mafm–logsec@iris.mg
Anschrift: Mission Aviation Fellowship MAF–Hangar (BP 132)
General Aviation, In front of Tiko, Ivato Aéroport Tana 105
Telephone/Fax: 22 453 22 (+261 20 22 453 22), Mobile: 033 11 656 05 (+261 33 11 656 05)
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